
Anlässlich ihres 80-jährigen Jubiläums hat die Magistratsabteilung 48 ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Wiener Stadtreinigung bis 1945 initiiert.
Die Ergebnisse dieser umfassenden Aufarbeitung liegen nun in Buchform vor: „Wien räumt auf – Stadtreinigung und Abfallbeseitigung bis 1945“, verfasst vom Historiker, Stadtforscher und Publizisten Dr. Peter Payer sowie von der Historikerin und NS-Provenienzforscherin Mag. Jutta Fuchshuber.
Das Buch erzählt die spannende Geschichte der Wiener Stadtreinigung und zeigt, wie sich Wien den Ruf erarbeitete, eine der saubersten Metropolen der Welt zu sein. Besonders nach dem Ersten Weltkrieg gewann dieser Anspruch immer mehr an Konturen: Das „Rote Wien“ wurde nicht nur für seine Sozial- und Wohnungspolitik bekannt, sondern auch für seine moderne und europaweit beachtete Entsorgungspolitik. Auf organisatorischer, personeller und technischer Ebene gelang eine umfassende Neuordnung der Stadtreinigung.
Gleichzeitig macht die Publikation deutlich, wie eng Stadtreinigung und Politik miteinander verbunden waren. Auch in den Jahren des Austrofaschismus und während des Nationalsozialismus blieb Sauberkeit ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Bevölkerung und das Image der Stadt.
Die Geschichte der Magistratsabteilung 48, die bereits in vielen Aspekten erforscht wurde, wird damit um eine neue Perspektive erweitert: Erstmals werden die Jahre der Diktaturen – inklusive ihrer Vor- und Nachgeschichte – fundiert aufgearbeitet und zugleich anschaulich und interessant erzählt.
Das Buch ist ab sofort im 48er-Tandler um 48 Euro erhältlich.
Foto copyright: Christian Fürthner














